UNSERE BLINDENSCHULE

Kalender der Hoffnung

Die Ev. Karmelmission stellt das Wort Gottes ins Zentrum ihrer Bemühungen, um Muslime für Jesus Christus zu erreichen. Wir sind Herausgeber von evangelistischen Schriften für Muslime in über 40 Sprachen. Jedes Jahr gestalten wir auch einen neuen Kalender mit ansprechenden Bildern. Zu jedem Monatsblatt ist auch ein Vers aus der Bibel abgedruckt. Dieser Kalender wird von unseren Mitarbeitern in den jeweiligen Ländern in hoher Auflage vor Ort gedruckt. Die meisten Menschen freuen sich, einen schön gestalteten Kalender zu bekommen – daher lässt sich dieser Bibel-Kalender in der Evangelisation von Muslimen besonders gut für Erstkontakte einsetzen.

Unser Mitarbeiter im Irak, Br. Rashid*, berichtet von einer seiner Kalender-Verteilaktionen: „Wir fassten den Entschluss, 2400 Kalender zu verteilen. Diese mussten zunächst gedruckt werden. Der Inhaber der Druckerei kam uns entgegen und druckte uns zusätzlich 150 Kalender umsonst. Nach Erhalt der gedruckten Kalender zogen wir in Bagdad los und machten uns ans Verteilen der Kalender.

Ich traf Ahmad* in einem Geschäft. Er sah bedrückt und beladen aus. Ich begrüßte ihn und sagte: ‚Diese Welt ist es nicht wert, dass du dir darum so viele Sorgen machst!‘ Mit diesen Worten schenkte ich ihm unseren Kalender und eine Bibel. Ahmad reagierte etwas verstimmt und fragte mich, ob ich gekommen sei, um ihn zu evangelisieren. Sofort erwiderte ich: ‚Jawohl, ich bin bekommen, um dich zu evangelisieren. Ich bringe dir die gute Nachricht der Liebe und des Friedens. Ich bringe dir die gute Nachricht, dass es jemanden gibt, der dich und deine Probleme kennt und sich darum kümmert.‘

Daraufhin zeigte ich ihm das Kalenderblatt vom April, mit dem aufgedruckten Bibelvers: „Reiche müssen darben und hungern; aber die den HERRN suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut“ (Psalm 34,11). Danach lasen wir gemeinsam den Vers für den Monat März, der davon spricht, dass wir einander lieben sollen (1. Johannes 4,7). Ich erzählte ihm von der mächtigen Liebe Gottes, mit welcher Er uns in Christus geliebt hat. Ich sagte ihm: ‚Mache dich nicht selbst kaputt durch zu vieles Grübeln und Sorgen. Gott kümmert sich ganz persönlich um dich!‘ Anschließend entschuldigte ich mich, falls ich ihn gestört hatte, und wollte mich von ihm verabschieden.

Nun aber bestand Ahmad darauf, ich solle mich hinsetzen, und er erzählte mir, was er alles während des irakischen Bürgerkriegs durchlitten hatte und wie er im Zuge der schiitisch-sunnitischen Auseinandersetzungen zuerst entführt und dann vertrieben worden war. Früher besaß er ein großes Kleidergeschäft, das er nun verloren hatte. Ich versuchte ihn zu trösten und zu ermutigen, indem ich ihn auf den Vers für den Monat November aufmerksam machte: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich“ (Psalm 23,4). Als er diese Worte hörte, machte sich eine Erleichterung bei ihm breit und er bat mich, für ihn zu beten. Zum Abschied dankte er mir und küsste mich.“

Liebe Missionsfreunde, das Wort Gottes bringt dieser Tage vielen Muslimen Licht, Heil, Frieden und Segen. Wir bitten herzlich um Ihr Mitbeten für die vielen tausend Bibel-Kalender, die in den letzten Wochen und Monaten von unseren zahlreichen Mitarbeitern an Muslime verteilt worden sind.

*Name geändert

Die evangelistische Arbeit der Karmelmission unter Muslimen weltweit durch Literatur und Kalender wird ermöglicht durch die Gebete und Spenden unserer Missionsfreunde!

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