UNSERE BLINDENSCHULE

Junge Evangelisten in Indonesien

Das riesige Inselreich Indonesien mit seinen 17.500 Inseln ist das bevölkerungsreichste muslimische Land weltweit. Knapp 90% der ca. 270 Millionen Einwohner bekennen sich zum muslimischen Glauben. Früher galt Indonesien als ein liberales islamisches Land. Doch in den letzten Jahren hat die Verfolgung stark zugenommen. Religiöse Minderheiten und insbesondere auch die christliche Minderheit werden diskriminiert. In der Provinz Aceh im Norden der Insel Sumatra wurde sogar die Scharia eingeführt. 

Die Ev. Karmelmission ist seit vielen Jahren in Indonesien in der Missionsarbeit unter Muslimen tätig. Dies geschieht beispielsweise in Form von evangelistischen Radiosendungen. Auf Sumatra unterhält die Karmelmission auch ein christliches Gymnasium inklusive Internat, wo gerade auch Kinder der christlichen Minderheit einen diskriminierungsfreien Schulalltag genießen können. Hier bekommen sie nicht nur eine ausgezeichnete Schulausbildung, sondern sie werden auch darin geschult, wie man Muslimen die Gute Nachricht von Jesus Christus weitergeben kann! Das geschieht dann nicht nur in der Theorie, sondern wird auch ganz praktisch durchgeführt: Oberschüler sprechen bei evangelistischen Straßeneinsätzen gezielt ihre muslimischen Mitmenschen, Freunde und Bekannten an und schenken diesen die evangelistische Literatur der Karmelmission.

Unser Mitarbeiter Br. James*, der diese Einsätze koordiniert, berichtet:

„Bei uns im Unterricht lernen die Schüler die wesentlichen Lehren des Islam und auch die gängigen Vorurteile gegenüber dem Christentum. Somit sind sie gut gerüstet, um den Fragen, aber auch den Vorwürfen der Muslime zu begegnen.

Jeder Oberschüler bekam kürzlich einen Bibel-Kalender der Karmelmission zum Verschenken an einen muslimischen Bekannten oder Nachbarn. Ein solches Geschenk ist oft der perfekte Einstieg in ein Gespräch über den Glauben an Jesus. Wir wissen, dass das Wort Gottes wirksam ist und die Herzen der Menschen erreicht.

Einer unserer Schüler, Daniel*, verschenkte den Kalender seinem muslimischen Nachbarn. Der Kalender wurde dort im Wohnzimmer aufgehängt. Gleichzeitig konnte Daniel der Nachbarsfamilie über seinen Glauben an Jesus berichten. Obwohl sie seit vielen Jahren Nachbarn sind, war dies die erste Gelegenheit, um so offen über Jesus Christus zu sprechen.

Ein anderer Schüler kam mit einem Muslim ins Gespräch über das Thema Sündenvergebung. Was hat es damit auf sich im Islam? Sein Gegenüber erklärte ihm, dass man im Islam die Vergebung seiner Sünden erhalten kann, indem man gute Taten tut, fünf Mal am Tag das islamische Gebet verrichtet und sich an die Vorschriften des Koran hält. ‚Aber gibt es auch eine Garantie, dass einem die Sünden vergeben sind, nachdem man all das getan hat?‘, hakte der Schüler nach. ‚Sicher weiß niemand, ob ihm die Sünden vergeben werden. Das bestimmt alleine Allah.‘ Was für ein immenses Geschenk, dass wir als Christen wissen können, dass Gott uns die Sünden durch Jesus Christus vergibt!

Wir ermutigen unsere Schüler, jede Woche mindestens einen Muslim auf den Glauben an Jesus anzusprechen und uns dann in der Schule im Unterricht von ihren Erfahrungen zu erzählen. Bitte beten Sie für unsere jungen Evangelisten!“

*Name geändert

Die Arbeit der Karmelmission unter Muslimen in Indonesien wird ermöglicht durch die Gebete und Spenden unserer Missionsfreunde!

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