UNSERE BLINDENSCHULE

Ihr werdet meine Zeugen sein

Vor seiner Himmelfahrt sprach der Herr Jesus noch einmal zu seinen Jüngern: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde“ (Apg. 1,8). Der Missionsbefehl Jesu ist bis heute Motivation und Arbeitsauftrag zugleich für uns als Karmelmission.

Der erste Missionseifer der frühen Kirche erlahmte schon nach wenigen Jahrhunderten und blieb dann flau bis in die frühe Neuzeit. Insbesondere ab dem 17. und 18. Jahrhundert „wiederentdeckte“ die Gemeinde Jesu nach und nach den deutlichen Auftrag Jesu zur Weitergabe der Guten Nachricht. Missionare machten sich nun aus den „christlichen“ Ländern aufopferungsvoll auf den Weg in die entlegensten Winkel Afrikas und Asiens. Auf der sich langsam ausfüllenden Missionskarte der Welt blieb allerdings lange Zeit ein großer weißer Fleck: die Welt des Islam. Sie blieb von den eifrigen Missionsbemühungen weitgehend ausgespart. Zu hart sei der Missionsboden unter Muslimen, sagte man, zu schwierig die Bedingungen, zu schwer die Verfolgung, zu gering die Frucht.

 

Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts fand nach und nach ein Umdenken statt. Obwohl es immer noch ein sehr schwieriges Missionsfeld bleibt, werden doch immer mehr Christen weltweit sich ihrer geistlichen Verantwortung auch für Muslime bewusst. Die Gebete und Bemühungen und das stetige Säen des Wortes Gottes tragen langsam, aber sicher Frucht. Noch nie in der Geschichte der christlichen Mission fanden so viele Muslime zum Glauben an Jesus wie heute!

Die Ev. Karmelmission war von Anfang an als Pioniermission in der islamischen Welt mit dabei. Viele unserer über 200 einheimischen Mitarbeiter sind selbst ehemalige Muslime. Ihre Arbeit ist oft nicht leicht. Die meisten erleben Bedrohung und Verfolgung. Es ermutigt sie aber zu wissen, dass viele Missionsfreunde für sie beten und sie in ihrer Arbeit unterstützen.

Am größten ist die Freude bei unseren Mitarbeitern immer dann, wenn ein Muslim oder eine Muslimin sich für ein Leben mit Jesus Christus entscheidet. So sind inzwischen viele Gemeinden und Gemeinschaften ehemaliger Muslime inzwischen entstanden.

Br. John* berichtet uns von einem Einsatz kürzlich in Beirut/Libanon: „Wir haben wieder unsere beiden wöchentlich stattfindenden Gottesdienste in Beirut abgehalten. Hierzu laden wir jedes Mal ca. 50 neue bedürftige Familien aus christlichem und muslimischem Hintergrund ein. Alle eingeladenen Familien bekommen von uns auch eine Unterstützung in Form von Lebensmitteln.

Im ersten Gottesdienst erzählte Br. Khatib*, der Mitglied unserer Flüchtlingsgemeinde in der Bekaa ist, sein Zeugnis, wie er als ehemaliger Muslim zu Jesus gefunden hatte. Nach der Versammlung kamen viele Muslime zu uns, baten um Bibeln und wollten mehr über Jesus erfahren.

Im zweiten Gottesdienst predigte ich. Nach der Predigt gab ich eine Einladung zum Glauben an Jesus. Zu meinem Erstaunen folgten die meisten der anwesenden Gottesdienstbesucher dieser Einladung – darunter waren auch einige Muslime! Eine Muslimin stand auf und bekannte sich vor allen Anwesenden zu Jesus. Preis sei dem Herrn!“

„Und das Wort Gottes wuchs und breitete sich aus“ (Apg. 12,24).

Von Kenia bis Bulgarien, von Marokko bis Indonesien erleben es unsere Mitarbeiter, wie sich Muslime heute zu Jesus Christus hinwenden. Vielen Dank auch für Ihr Mitbeten und Ihre Unterstützung.

*Name geändert

Die Arbeit der Karmelmission wird ermöglicht durch die Gebete und Spenden unserer Missionsfreunde!

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