UNSERE BLINDENSCHULE
Gott wirkt in Nepal
Das Wort Gottes besitzt eine lebensverändernde Kraft. Der Apostel Paulus sagt: Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben (Römer 1,16). Das wichtigste Ziel unserer Mitarbeiter ist daher, das Wort Gottes zu den Muslimen zu bringen. Gerade in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit beobachten wir oft eine größere Offenheit für die Botschaft Christi. Das erlebt auch unser Mitarbeiter Br. Amrish* in Nepal. Er schreibt:
Instabile politische Lage
„Wir sind ein sehr armes Land. Dazu plagt uns eine große politische Instabilität. Im letzten Herbst waren wir in großer Sorge um unser Land. Als die Jugend auf die Straße ging, um gegen die Regierung zu protestieren, ging diese mit Gewalt dagegen vor. Doch dann trat die Regierung zurück. Im März soll es Neuwahlen geben. Ich bitte um Gebet für unser Land.“
Inmitten der schwierigen Umstände nutzt Br. Amrish jede Gelegenheit, um Muslime mit dem Evangelium zu erreichen. Der Großteil der muslimischen Minderheit in Nepal lebt in den Dörfern der Terai-Region an der Grenze zu Indien. Br. Amrish unternimmt regelmäßig Missionsreisen in diese Gegend und hat ein großes Netzwerk an Kontakten aufgebaut, die ihn in seiner Arbeit unterstützen. Br. Amrish berichtet von seinen letzten Einsätzen:
25 Pastoren verhaftet
„Im Dezember wurden 25 Pastoren in der Terai-Region verhaftet. Sie wurden zunächst von der hinduistischen Extremistengruppe ‚Hindu Army‘ festgenommen und dann der Polizei übergeben. Ihnen wurde ‚öffentliches Predigen des Christentums und Aufruf zur Konversion‘ vorgeworfen. Seit 2018 gibt es in Nepal ein Anti-Konversionsgesetz, welches evangelistische Aktivitäten und den Religionswechsel unter Strafe stellt. Dies sind leider die Vorzeichen, unter denen wir hier unseren Dienst tun.
Wand- und Taschenkalender
Doch wir lassen uns nicht einschüchtern. Es lohnt sich, Gefahren auf sich zu nehmen, damit Muslime das Wort Gottes hören. Für das neue Jahr haben wir wieder 5000 Wandkalender und 300 Taschenkalender gedruckt. Die meisten davon haben wir seit Dezember in der Hauptstadt sowie über unser Verteilnetz im Terai bereits an Muslime verteilt. Jeder Kalender mit Bibelversen bringt den Samen des Wortes Gottes in ein muslimisches Haus. Bitte betet, dass Gott reiches Wachstum schenkt.
Örtliche Multiplikatoren
Wir sind dankbar für alle örtlichen Multiplikatoren, welche Gott uns geschenkt hat. Ohne sie könnten wir die gewaltige Aufgabe, vor der wir stehen, nicht bewältigen. Im letzten Herbst haben wir ein Seminar für 42 örtliche Pastoren und Gemeindeleiter durchgeführt. Das Thema war: ‚Was ist der Islam? Wie kann man Muslime erreichen?‘ Unser Ziel ist es, den Teilnehmern an solchen Seminaren praktische Werkzeuge an die Hand zu geben, um Muslimen die Wahrheit der Bibel weiterzugeben. Gott segnete auch dieses Treffen reichlich. Alle Seminarteilnehmer erhielten die Verteilschriften der Karmelmission für Muslime.
Jesus schenkt lebendiges Wasser
Auch durch Hilfsprojekte bringen wir Gottes Liebe und sein Wort praktisch zu den Menschen. Für eine Schule mit überwiegend muslimischen Schülern haben wir den Bau eines Brunnens organisiert. Die Schule hatte vorher keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der neue Brunnen ist eine handfeste Erleichterung für die Kinder und für das Lehrpersonal. Bei der Einweihung des Brunnens erzählten wir den Schülern und Lehrern von Jesus, der uns lebendiges Wasser schenkt. Alle, die seine Liebe kosten, werden nie wieder den inneren Durst der Seele spüren. Wir danken Gott für die wunderbare Gelegenheit, an dieser Schule Zeugnis von Jesus zu geben.
60 Koranschüler hören das Gleichnis vom verlorenen Sohn
Ein besonderes Wunder Gottes ist es, dass wir aufgrund solcher praktischer Hilfen manchmal sogar Zugang zu Koranschulen bekommen. Im letzten Herbst besuchte ich die Islamia-Koranschule zusammen mit meinem Bruder Sanjay*. An dieser Koranschule werden nicht nur der Koran, sondern auch reguläre Schulfächer wie z.B. Englisch unterrichtet. Wir wollten den Schülern Hefte und Stifte schenken.
Vor den versammelten Schülern wurden wir vom Direktor der Schule, dem Maulana Nurul*, freundlich begrüßt. Er erlaubte mir, zu den Schülern zu sprechen. Ich erwiderte den freundlichen Gruß und bedankte mich für das Vorrecht dieses Besuchs. Ich betonte die Wichtigkeit einer guten Schulbildung – ich selbst hatte ja früher als Englischlehrer gearbeitet!
Dann erzählte ich den anwesenden Schülern und Lehrern das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Dieses Gleichnis macht deutlich, dass Gott unser liebender Vater ist. Sünde zerstört die Beziehung zu Gott. Wenn wir aber umkehren und unsere Schuld bekennen, wird die Beziehung zu unserem liebenden Gott wiederhergestellt.
Die Schüler und Lehrer hörten aufmerksam zu. Eine solche Sprache über Gott kennen sie nicht. Muslime glauben wohl, dass Allah absoluter Herrscher ist und sie seine Diener sind. Aber nur im Evangelium lernen wir Gott als liebenden Vater kennen, der sich uns in seinem Sohn Jesus gezeigt hat.
Anschließend verteilten wir Schreibhefte und Stifte sowie kleine Snacks an die 60 Schüler der Koranschule. Die Schüler freuten sich riesig darüber.
Der Englischlehrer Abdul möchte mehr über Christus hören
Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung hatten wir die Gelegenheit, uns freundschaftlich mit Maulana Nurul sowie dem Englischlehrer der Schule, Abdul*, zu unterhalten. Bevor wir gingen, schenkte ich ihnen ein Neues Testament und unser Büchlein „Was denkst du über Christus?“.
In den letzten Wochen hat sich ein regelmäßiger Kontakt zwischen mir und dem Englischlehrer Abdul entwickelt. Er hat unser Büchlein gelesen und sagte mir dazu: ‚Ich habe durch dieses Büchlein viele Fakten über Christus erfahren, die im Koran nicht erwähnt werden. Ich habe viele Fragen. Ich möchte mich gerne persönlich mit euch treffen, damit wir unter vier Augen über alles sprechen können.‘
Ich plane nun, den Englischlehrer Abdul bei meiner nächsten Reise in den Terai zu besuchen. Bitte betet dafür, dass der Heilige Geist sein Herz für die Wahrheit des Evangeliums aufschließt.“
Aufruf
Liebe Missionsfreunde,
Br. Amrish setzt sich in der unwegsamen Terai-Region unermüdlich dafür ein, dass Muslime das Evangelium von Jesus Christus hören und lesen. Herzlichen Dank für Ihre Gebete und Ihre Unterstützung für ihn und sein ganzes Team. Bitte beten Sie um Schutz vor Übergriffen, Bewahrung auf allen Reisen, offene Türen und für die nötigen Mittel zur Durchführung der Projekte. Vielen Dank!
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- Literatur, Gemeindegründung
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Die Arbeit der Karmelmission unter Muslimen in Nepal wird ermöglicht durch die Gebete und Spenden unserer Missionsfreunde!

