UNSERE BLINDENSCHULE

Nepal ist ein mehrheitlich hinduistisches Land. Eine Kuh zu töten wird in Nepal als schlimmes Verbrechen geahndet.

Evangeliums-Multiplikation im Land des Himalaya

In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für Mission in Nepal verschlechtert. Im Jahr 2018 trat ein Anti-Konversionsgesetz in Kraft. Seither nimmt der Druck vonseiten der Regierung auf die Christen zu. Das spüren auch die Mitarbeiter der Karmelmission dort. Unser Mitarbeiter Br. Amrish* berichtet, dass vor einigen Wochen eine Dorfkirche von den Behörden einfach eingeebnet wurde, nachdem einige den Christen feindlich gesinnte Dorfbewohner eine Beschwerde eingereicht hatten.

Trotz alledem erlebt Br. Amrish sehr viel Ermutigendes in seiner Missionsarbeit unter der muslimischen Minderheit Nepals, die vor allem in der Terai-Region im Süden des Landes lebt. Immer wieder kommen Muslime zum Glauben an Jesus Christus und lassen sich taufen. Kürzlich machte er sich wieder auf den Weg in diese Region, um 10 ehemalige Muslime zu taufen. Er berichtet von dieser Reise:

 

„Vor einigen Wochen konnte ich wieder in die Terai-Region reisen. Die Straßenverhältnisse waren extrem schlecht. An einer Stelle hätten wir beinahe eine Kuh angefahren. Hätten wir die Kuh bei einem Unfall getötet, wären wir dafür ins Gefängnis gekommen. Eine Kuh zu töten, wird in Nepal, das bis 2008 ein hinduistisches Königreich gewesen war, immer noch als ein Kapitalverbrechen angesehen. Wir danken Gott, dass Er uns vor dem Gefängnis bewahrt hat! Wir waren sehr dankbar, als wir wohlbehalten an unserem Ziel angekommen waren.“

Bei der Durchführung der Taufe musste Br. Amrish besondere Vorsicht walten lassen. Sollte sie jemand bei den Behörden anzeigen, so droht ihm dafür eine Gefängnisstrafe. Früh am Morgen kamen die 10 Täuflinge. Ihre Gesichter waren voller Freude. Nach einer gemeinsamen Andacht und Gebet schritten sie zur Taufe über. Weil es noch Winterzeit war, war das Wasser im Taufbecken sehr kalt. Es kostete die Täuflinge schon einiges an Überwindung, sich in dieses kalte Wasser zu begeben! Anschließend wurde gemeinsam gegessen, und jeder Täufling erhielt eine Bibel.

Für Br. Amrish war es eine besondere Freude, Schw. Mustakima* zu taufen. Vor 5 Jahren hatten er in ihrem Dorf bereits einmal eine Evangelisation durchgeführt. Damals zeigte sie allerdings noch keinerlei Interesse an der Botschaft von Jesus. Später begann sie jedoch, regelmäßig den Radioandachten unseres Radioevangelisten Br. Devdas* zuzuhören. Das weckte in ihr das Interesse am christlichen Glauben.

Ende Dezember besuchte Mustakima eine Verwandte in ihrem Geburtsort. Diese Verwandte hatte vor Kurzem zu Jesus gefunden – und verwies sie mit ihren Fragen zum Glauben an Br. Devdas. In der Folge kam auch Mustakima zum Glauben!

Doch damit hörte es noch nicht auf. Schw. Mustakima war nach ihrer Bekehrung so voller Freude, dass sie ihren neuen Glauben mit ihren Freundinnen und Verwandten teilte – und vier weitere Frauen nahmen Jesus als ihren Erlöser an und wurden zusammen mit Schw. Mustakima von Br. Amrish getauft!

Während der Pandemie-Zeit haben viele Nepalesen unsere evangelistischen Radiosendungen angehört

Gott verspricht in der Bibel, dass Sein Wort niemals leer zurückkommen wird. Auch Br. Amrish darf das in seinem Dienst unter den Muslimen Nepals immer wieder erleben. Vielen Dank auch für Ihre Gebete für diese Arbeit.

*Name geändert

Die Arbeit der Karmelmission in Nepal wird ermöglicht durch die Gebete und Spenden unserer Missionsfreunde!

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