UNSERE BLINDENSCHULE

Eine Oase für syrische Flüchtlingsfrauen

Unsere Mitarbeiter im Libanon, Br. John* und Sr. Sara*, gründeten vor einigen Jahren im Vertrauen auf Gottes Wirken eine Gemeinde für ehemalige Muslime. Dazu ließen sie ein kleines Gemeindezentrum erbauen. Gott hat diesen Glaubensschritt reichlich gesegnet: Hunderte Muslime, die meisten davon syrische Flüchtlinge, sind in den letzten Jahren zum Glauben an Jesus gekommen.

Das noch junge Gemeindezentrum ist nun Schauplatz eines regen Gemeindelebens. Fast jeden Tag finden Veranstaltungen diverser Art statt: Gottesdienste, Bibelstunden, Kindergottesdienste u.v.m. Von den Frauentreffen speziell für syrische Flüchtlingsfrauen berichtet uns Sr. Sara:

„Wir danken dem Herrn für seine unerschütterliche Güte gerade während dieser für den Libanon so schweren Krise. Unsere Frauentreffen, die immer dienstags stattfinden, sind eine kostbare Gelegenheit zum gegenseitigen Ermutigen und zum gemeinsamen Gebet. Zurzeit lesen wir gemeinsam den Hebräerbrief.

Aufgrund der Corona-Einschränkungen können sich momentan nur jeweils 40 Frauen treffen. Für viele dieser syrischen Frauen sind unsere Treffen wie eine Oase. Hier können sie außerhalb ihres herausfordernden Alltags wieder auftanken. Manche der Frauen müssen erhebliche Opfer bringen, um an den Treffen teilzunehmen. Aber sie kommen, weil sie die Ermutigung durch die Gemeinschaft und das Wort Gottes unbedingt brauchen. Ich möchte euch um besonderes Gebet für einige Frauen bitten:

Da ist einmal Jawaher*. Sie geht schon morgens um 5 zur Arbeit. Anschließend kommt sie direkt in ihrer schmutzigen Arbeitskleidung zur Versammlung, da sie keine Zeit hat, sich vorher umzuziehen. Unsere Treffen sind der Lichtblick ihres Alltags. Sie ist eine intelligente Frau und ist verheiratet mit dem Sohn eines islamischen Scheichs. Er ist ein harter Mann und setzt sie unter Druck, nicht zu den Treffen der Christen zu gehen. Trotzdem kommt sie. Jawahar sagt: ‚Ohne Jesus wäre mein Leben noch schwieriger.‘

Hamda* glaubt bereits seit vier Jahren an Jesus. Sie möchte sich unbedingt taufen lassen, aber ihr Ehemann hat gedroht, sich in dem Fall von ihr scheiden zu lassen und mit ihren drei Kindern nach Syrien zurückzukehren. Hamda sagt: ‚Gott kennt mein Herz. Ich singe und erzähle von Jesus. Sogar meine christlichen Nachbarn wundern sich, dass ich die Bibel besser kenne als sie.’

Salwa* kann endlich wieder unsere Versammlungen besuchen. Sie war schwer an Corona erkrankt, sogar dem Tod war sie nahe gewesen. Sie sagt, dass sie während ihrer Erkrankung ständig Jesus angerufen hat. Sie spürte Frieden und hatte keine Angst vor dem Sterben, weil sie dann ja bei Jesus sein würde. Im Frauentreffen berichtete sie: ‚Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich keine Angst vor dem Tod. Das ist die lebendige Hoffnung der Christen. So etwas gibt es nicht in anderen Religionen.’

Doumany* erlebt zurzeit viel Schweres. Aufgrund der schlimmen Umstände zuhause musste sie ausziehen und lebt nun zusammen mit ihrer Tochter bei ihrer Schwester. Leider ist es dort auch nicht viel besser. Ihr Schwager ist ein fanatischer Muslim. Trotz der Schwierigkeiten sagt Doumany: ‚Ich bin getröstet, weil ich weiß, dass ich eine Tochter Gottes bin. Er ist mein Vater und wird immer für mich sorgen.’

Bitte betet für diese Frauen, die viel Schweres erleben, aber Jesus von ganzem Herzen lieben.“

*Name geändert

Die Arbeit der Karmelmission unter syrischen Flüchtlingsfrauen im Libanon wird ermöglicht durch die Gebete und Spenden unserer Missionsfreunde!

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