UNSERE BLINDENSCHULE

Die Straßenverhältnisse machen das Reisen in Nepal oft zu einer Herausforderung

Der Schauspieler Ibrahim hat Hunger nach Gerechtigkeit

Auch in Nepal gab es in den letzten Monaten aufgrund der Corona-Pandemie einen harten Lockdown mit schlimmen Folgen, vor allem für die arme Bevölkerungsschicht des Landes. Die Missionsarbeit unter Muslimen konnte aber weiterhin getan werden.

Unser verantwortlicher Mitarbeiter in Nepal Br. Amrish* berichtet: „Selbst inmitten der Pandemie segnet unser himmlischer Vater uns im Dienst. Unser Gott ist allmächtig und nichts kann das, was Er tut, aufhalten. Er gibt Muslimen auch unter diesen Umständen die Gelegenheit, Ihn zu suchen und auch zu Ihm zu finden. Unser Mitarbeiter Br. Devdas* (der unter anderem als Radioevangelist für die Karmelmission in Nepal tätig ist) hatte früher in seiner Jugendzeit immer wieder in Dorftheaterstücken mitgewirkt. 

Zu der Zeit lernte er Ibrahim* kennen, der hauptberuflich als Schauspieler arbeitet und deshalb sehr bekannt ist. In den entlegenen Dörfern und ländlichen Regionen Nepals, wo es keine Kinos gibt, sind kleine Theaterstücke die einzige Möglichkeit für die Dorfbewohner, um ein wenig Unterhaltung geboten zu bekommen. Br. Devdas hatte in mehreren Stücken mit Ibrahim zusammen gespielt. Als er dann aber bekennender Christ wurde und das Theater verließ, konzentrierte sich Br. Devdas mehr auf den Dienst, und der Kontakt zu Ibrahim brach zunächst ab. Während des Lockdowns verbot die Regierung öffentliche Treffen und Unterhaltungsveranstaltungen wie z.B. auch Aufführungen von Dorftheatern.

Während dieser Zeit hörte Ibrahim unser evangelistisches Radioprogramm, das auch in seinem Wohnbezirk ausgestrahlt wird. Ihm gefiel die Radiopredigt über das Leben und die Lehre Jesu so gut, dass er sich unbedingt mit dem Moderator des Radioprogramms treffen wollte. Ibrahim stellte dann völlig erstaunt fest, dass dieser Moderator Br. Devdas ist, den er ja von früher her kannte. Ibrahim kontaktierte Br. Devdas und sofort machte dieser sich auf und fuhr mit dem Motorrad in Ibrahims Dorf. Sie freuten sich sehr, sich nach über 15 Jahren ohne jeglichen Kontakt nun wieder zu sehen. Sie sprachen über dieses und jenes und schließlich auch über Ibrahims eigentliches Anliegen.

Ibrahim erzählte Br. Devdas, dass er sehr unzufrieden mit seiner muslimischen Religion ist und sich innerlich absolut leer fühlt. Als er anfing, das Radioprogramm zu hören, war er sehr bewegt von den Radiopredigten. In einem der Programme sprach Br. Devdas über die Bergpredigt in Matthäus, Kap. 5. Sehr stark berührte Ibrahim das, was Jesus in Vers 6 sagt: „Glückselig sind diejenigen, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden satt werden.“ Ibrahim hatte genau diesen Hunger in seinem bislang so leeren Leben verspürt.

Am Ende des Gesprächs sagte Ibrahim: ‚Ich habe jetzt verstanden, dass Jesus Christus mein wahrer Herr sein will und ich nur durch Ihn Erlösung erhalten kann. Was muss ich tun, um Christ zu werden?‘ Br. Devdas antwortete: ‚Lass uns zusammen beten und bitte Jesus, in dein Herz zu kommen. Wenn du Jesus im Glauben annimmst, dann wirst du ein Kind Gottes sein.‘ Daraufhin nahm Ibrahim Jesus in sein Herz auf und bekannte sich zu Ihm als seinem Herrn und Retter, der für seine Sünden am Kreuz gestorben und auferstanden ist.

Ibrahim hat jetzt 25 interessierte Muslime in seinem Dorf gesammelt, mit denen zusammen er zukünftig die Radiosendungen hören möchte. Es ist ihm ein großes Anliegen, dass noch viele Muslime in seinem Dorf zu Jesus Christus finden können.“

Bitte beten auch Sie mit dafür!

*Name geändert

Br. Devdas spricht zu muslimischen Zuhörern seiner Radiosendungen

Die Arbeit der Karmelmission unter der muslimischen Minderheit in Nepal wird ermöglicht durch die Gebete und Spenden unserer Missionsfreunde!

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