UNSERE BLINDENSCHULE

Der Mann, der den Bibel-Kalender in den Müll warf

Br. Rashid*, unser einheimischer Mitarbeiter im Irak, bedankt sich bei allen Missionsfreunden, die ihm ermöglichen, jedes Jahr Zehntausende evangelistische Schriften zu drucken und zu verteilen. Br. Rashid berichtet:

Unterwegs auf der „Straße der Buchfreunde“ in Bagdad

„Liebe Missionsfreunde, jeden Donnerstag besuche ich die Mutanabbi-Straße in Bagdad, die durch ihre Buchläden bekannt ist. Hier treffen sich Studenten, Lehrer, Universitätsprofessoren, Politiker, aber auch ganz normale Bürger, die gerne Bücher lesen. Jedes Jahr verteile ich hier Tausende evangelistische Schriften und unseren beliebten Wandkalender mit Bibelversen.

Unser Kalender ist nicht nur wegen seiner guten Druckqualität und schöner Bilder beliebt. Was den Menschen sofort auffällt, ist der Bibelvers auf dem Titelblatt des Kalenders.

Im Januar war ich wieder dort unter den „Buchfreunden“. Nachdem ich einem Polizeioffizier und einem Müllmann unseren Kalender geschenkt hatte, fiel mir eine Gruppe von mehreren Mädchen auf, die offenbar Studentinnen einer Hochschule sein mussten.

Eine Unverschämtheit bringt uns ins Gespräch

Die Mädchen nahmen den Wandkalender dankbar und freudig an, manche baten mich um weitere Exemplare für ihre Freundinnen. Während ich einem Mädchen den Titelvers des Kalenders erklärte, sprach mich ein junger Mann an und bat um einen Kalender. Er gehörte eindeutig der Gruppe an und wollte kontrollieren, was ich den Mädchen schenkte. Er blätterte den Kalender eine Weile auf. Dann warf er den Kalender demonstrativ vor meinen Augen in eine Mülltonne.

Eine solche Unverschämtheit erlebe ich, Gott sei Dank, selten. Ich sagte: ‚Gott möge dir vergeben. Was hast du denn getan? Wie wagst du, das Wort Gottes so respektlos in den Müll zu werfen?‘

Der junge Mann holte beschämt den Kalender aus der Tonne und versuchte ihn zu putzen. Ich bot ihm einen neuen Kalender an. ‚Onkel, ich bitte dich um Verzeihung‘, sagte der junge Mann. ‚Aber du darfst den ahnungslosen Menschen nicht diesen Kalender mit giftigen Worten eurer Bibel geben.‘

„Wo ist das Gift darin?“

‚Wie heißt du?‘, fragte ich ihn. Der junge Mann sagte: ‚Omar.‘ ‚Lieber Omar‘, sagte ich, ‚wo hast du denn in diesem Kalender ein einziges giftiges Wort entdeckt?‘ Ich bat ihn, sich kurz auf den Hocker hinzusetzen und zusammen mit mir den Kalender durchzublättern.

Ich begann mit dem Titelblatt des Kalenders: ‚Omar, lies mal, was hier steht: „Der HERR segne dich und behüte dich“ (4. Mose 6,24). Wo ist das Gift darin? Das ist kein Gift, das ist ein Segen für jeden, der an den Herrn glaubt. Lass uns den Vers für den Monat Februar lesen: „Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag“ (Sprüche 3,27). Siehst du eine Spur von Gift in diesen Worten?‘

Die Augen Omars wurden feucht

Omar schüttelte den Kopf und guckte mich etwas beschämt an. Ich fuhr fort. ‚In welchem Monat wurdest du geboren?‘, wollte ich wissen. ‚Juli‘, sagte er. ‚Schön, was steht für ein Vers im Monat Juli: „Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind und verbindet ihre Wunden“ (Psalm 147,3).‘ Ich merkte, die Augen Omars wurden feucht. Er senkte traurig den Kopf zu Boden. Ich flüsterte ihm ins Ohr: ‚Omar, ist dein Herz gebrochen?‘ Er verriet mir, was ihn so traurig macht: ‚Ich würde gerne das Mädchen mit dem grünen Kopftuch heiraten, aber ihre Familie ist dagegen‘, sagte Omar. ‚Meine Familie ist nicht wohlhabend. Deshalb wurde sie einem anderen Mann versprochen.‘

Ich freute mich, dass Omar solch eine private Sorge mit mir teilte. Ich betete für ihn und versuchte ihn zu trösten. ‚Du bist noch jung und hast ein ganzes Leben vor dir‘, versuchte ich ihn zu trösten. ‚Ich werde jetzt unseren allmächtigen Herrn Jesus bitten, in dein Leben einzugreifen.‘ Danach zeigte ich ihm ein paar Bibelstellen über die Liebe und Fürsorge Gottes. ‚Ich wünsche mir, dass du auch eines Tages an unseren Herrn Jesus, den Sohn Gottes, glaubst.‘

„Kein Mensch hat sich um meine Sorgen so gekümmert wie du“

Beim Abschied schenkte ich Omar eine Bibel. Omar umarmte mich fest. Wir tauschten Telefonnummern aus. Die Mädchen warteten auf Omar. ‚Kommt auch zu unserem Bücherstand bei der Internationalen Messe (in Bagdad)‘, sagte ich. ‚Dort könnt ihr alle unsere Bücher sehen und mitnehmen, was euch gefällt.‘

Wenig später wurde die Internationale Messe von Bagdad eröffnet. Omar und drei junge Männer, gehörten zu den ersten Besuchern unseres Standes. Ich konnte mich mit Omar in einer ruhigen Ecke hinsetzen.

Omar holte aus seinem Rucksack die Bibel, die ich ihm geschenkt hatte und sagte: ‚Onkel Rashid, ich lese, wann immer ich allein bin, diese heilige Schrift. Ich tat einfach, was du mir vorgeschlagen hast. Ich betete zu Jesus Christus und sagte: Herr Jesus, schenk mir bitte, dass ich an dich glaube, und er schenkte es mir.‘ Wir beteten zusammen und dankten unserem Herrn.

Dann erzählte Omar voller Freude, dass er das Mädchen, das er liebt, heiraten darf! ‚Wie ist das denn möglich? Sie war doch verlobt‘, fragte ich. ‚Jesus Christus hat mein Problem gelöst‘, kam prompt seine Antwort. ‚Der wohlhabende Mann, der sie heiraten sollte, änderte seine Meinung und ist nach Dubai geflogen. Er muss bereits mehrere Ehefrauen haben. Das war eine große Schande für die Familie des Mädchens. Sie waren froh, dass ich trotzdem bereit war, sie zu heiraten.‘

Als Omar mir erzählte, welch eine Freude er am Wort Gottes habe, dankte ich Gott leise für dieses Wunder. Omar, der einst das Wort Gottes ‚Gift‘ nannte und in den Müll warf, ist heute ein Kind Gottes, das anderen von seinem Heiland berichtet.“

Aufruf für unsere Buchmessen im Irak:

Br. Rashid konnte bereits zu Anfang des Jahres in Bagdad auf der großen Internationalen Industrie-Messe mit hunderttausenden Besuchern viele Muslime mit dem Evangelium erreichen. Die nächste Messe in Bagdad steht jetzt im September an, zwei weitere sind in Planung.

Pro Messe benötigt Br. Rashid jeweils 7.500,– Euro für die Standgebühren und den Einsatz seiner freiwilligen Mitarbeiter. Ganz herzlichen Dank für Ihre Unterstützung für die Arbeit von Br. Rashid im Irak!

*Name geändert

Die Arbeit der Karmelmission unter Muslimen im Irak wird ermöglicht durch die Gebete und Spenden unserer Missionsfreunde!

no exception

Unsere Bankverbindungen:

Kontoinhaber: Evangelische Karmelmission e.V.

Kreissparkasse Waiblingen

IBAN: DE30 6025 0010 0005 012 189

BIC: SOLADES1WBN

Evangelische Bank

IBAN: DE50 5206 0410 0000 415 235

BIC: GENODEF 1EK1

Volksbank Stuttgart

IBAN: DE68 6009 0100 0012 6400 00

BIC: VOBADESS

Kontoinhaber: Stiftung der Evang. Karmelmission

Volksbank Stuttgart

IBAN: DE08 6009 0100 0277 9610 09

BIC: VOBADESS

Bankverbindung Schweizhier klicken; Bankverbindung Österreichhier klicken

Ihre Adresse

Bitte vergessen Sie nicht, an dieser Stelle das Häkchen zu setzen, damit wir Sie eindeutig zuordnen können bzw. Ihnen eine Spendenbescheinigung ausstelllen können. Vielen Dank!

Hinweise

  • Bitte vergessen Sie nicht, uns Ihre Adresse (gegebenenfalls auch einen Verwendungszweck) im Mitteilungsfeld mitzuteilen, damit wir Sie eindeutig zuordnen können bzw. Ihnen eine Spendenbescheinigung ausstellen können.
  • Bitte wählen Sie die Option Geld an einen Freund senden

 

Vielen Dank!

Bitte auswählen:

Hinweis: bei Spenden über PayPal geht ein kleiner Teil des Spendenbetrags an PayPal (Gebühren). Wenn Sie die Option „Geld an einen Freund senden“ nutzen möchten, bitte diesen PayPal.me-Link benutzen.

Ihre Adresse

Bitte vergessen Sie nicht, an dieser Stelle das Häkchen zu setzen, damit wir Sie eindeutig zuordnen können bzw. Ihnen eine Spendenbescheinigung ausstelllen können. Vielen Dank!

Bitte auswählen:

Hinweis: bei Spenden über PayPal geht ein kleiner Teil des Spendenbetrags an PayPal (Gebühren). Wenn Sie die Option „Geld an einen Freund senden“ nutzen möchten, bitte diesen PayPal.me-Link benutzen.