UNSERE BLINDENSCHULE

Zum Glauben gefunden – Motorradgeschäft verloren!

Bis ein Muslim zum Glauben an Jesus Christus findet ist es oft ein weiter Weg, und unsere Mitarbeiter auf dem Missionsfeld sind in ihrer Arbeit auf die „drei G“ angewiesen: Glaube, Gebet, Geduld!

Das erlebte auch unser Mitarbeiter in Nord-Ghana, Br. Abukari*. Er selbst war früher Muslim. Dank der geduldigen Bemühungen eines Missionars fand er als junger Mann zum Glauben an Jesus. Auch die evangelistischen Schriften der Karmelmission spielten hierbei eine wichtige Rolle. Heute ist es seine Lebensaufgabe, selbst Muslime mit der guten Nachricht von Jesus Christus zu erreichen. Br. Abukari berichtet uns von Br. Gariba*, den er zum Glauben an Jesus führen konnte:

„Ich möchte euch ein Erlebnis weitergeben, das aus 6 Jahren Beten und Warten bestand. Bruder Gariba war ein Muslim, der als Politiker und Geschäftsmann – er war Geschäftsführer eines Motorradgeschäfts – aber auch als sehr einflussreicher Meinungsführer in einem Vorort von Tamale bei uns in Nord-Ghana wirkte. Vor sieben Jahren traf ich Gariba zum ersten Mal. Ich redete mit ihm über Jesus und gab ihm einige unserer Büchlein. Einige Male trafen wir uns.

Nach mehreren Wochen meinte er zu mir: ‚Schau her, ich bin so tief im Islam verwurzelt und so kann ich mich nicht einfach von meiner Religion trennen. Unsere ganze Familie ist eng mit dem Islam verbunden. Da ich ein einflussreicher Mann bin, würde mein Abfall vom Islam einen großen Aufruhr unter den Muslimen hier in der Stadt auslösen. Das kann ich nicht tun.‘“

Trotz dieser Ablehnung ließ sich Br. Abukari nicht entmutigen, sondern nahm es als Gebetsanliegen auf. Immer wieder besuchte er Gariba und seine Familie. So entstand mit der Zeit eine enge Freundschaft zu dieser Familie. Gariba erlaubte sogar seinen Kindern, die Kindergottesdienste der Gemeinde zu besuchen, die Br. Abukari leitet. Jahrelang holte Br. Abukari jeden Sonntag Garibas zwei Kinder ab und nahm sie mit zum Gottesdienst. Gariba konnte beobachten, wie sich der Umgang mit den Christen positiv auf das Verhalten seiner Kinder auswirkte. Vor zwei Jahren nun kam Garibas ältester Sohn zum Glauben an Jesus und ließ sich taufen. Dann im letzten Sommer geschah eine große Überraschung. Br. Abukari berichtet:

„An einem Sonntag letzten Sommer predigte ich gerade in der Gemeinde. Da überraschte uns Gott über alle Maßen. Gerade als ich den Bibeltext verlesen hatte und mit meiner Predigt anfangen wollte, betrat Gariba die Kirche.

Durch die Arbeit der Karmelmission in Ghana kamen schon viele Muslime zum Glauben an Jesus

Ich hatte keine Ahnung, dass er zum Gottesdienst kommen wollte. Er hatte seine Hände erhoben, kam mir entgegen und sagte: ‚Lehre mich, wie ich gerettet werden kann.‘ Einerseits geschockt, aber auch hocherfreut, bat ich Gariba, sich zunächst zu setzen und der Predigt zuzuhören. 

Das Motorrad ist ein wichtiges Fortbewegungsmittel in Ghana

Nach dem Gottesdienst sprach ich mit ihm. Er bekannte seine Sünden und nahm Jesus Christus als seinen Erlöser an. Gariba bekannte später, dass ihn unser jahrelanges Bemühen und die ihm und seiner Familie gezeigte Liebe nicht mehr losgelassen und ihn irgendwann überzeugt hat. Gott schenkte nach sechs langen Jahren die Ernte vom Aussäen seines Evangeliums!“

Leider waren die muslimischen Verwandten von Br. Gariba alles andere als erfreut über seine Hinwendung zu Jesus. Der Familien-Rat verfügte seine Absetzung als Geschäftsführer des Motorradgeschäfts, das der Familie gehörte. Mit einem Schlag hatte Br. Gariba sein Einkommen verloren, von dem er sich und seine Familie ernährte.

Es ist Br. Abukari ein Anliegen, Br. Gariba und seiner Familie in dieser Notlage beizustehen. Mithilfe von Spenden unserer Missionsfreunde möchten wir als Karmelmission Br. Gariba dabei unterstützen, ein eigenes Motorradgeschäft aufzubauen, damit er wieder ein festes Einkommen für sich und seine Familie hat.

*Name geändert

Die Arbeit der Karmelmission unter Muslimen in Ghana wird ermöglicht durch die Gebete und Spenden unserer Missionsfreunde!

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